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Blog 8

Sommeridylle trotz Austrocknung der Kultur?  Oder  heute lieber Spitzel statt Schnitzel? 

Eine Urlaubseinlage 

 September 2022


Blog 7

Stummes Spiel

Juli 2022 -  im Anschluss Sommerpause und Neuerscheinung eines Kinderbuchs: Die Elalas

Blog 6

Die Lippen der Erde

Juni 2022 


Blog 5

Kochen mit Gräueltaten zur Zeit der Naziinflation

Mai 2022


Blog 4

Kyrillisch? Summarisch? Meschugge? Systematisch-psychotischer Staatsterror? -

Frauen im Krieg: Das Verdrängen unliebsamer Wahrheiten ist kein Realismus

April 2022


Blog 3
März 2022 

"Elemente totalitärer Herrschaft"  und ihre Ausführung


Blog 2
Februar 2022 

Stern der Erlösung im Land der Nichtse: Glauben und Malerei gegen Wortkrieg


Blog 1 /35  Januar 2022

Börsengang mit  Georg Büchner: Das ewige Missverständnis ausräumen.  Aus einem Brief.



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 Blog 8  September 2022 

Sommeridylle trotz Austrocknung der Kultur?  Oder  heute lieber Spitzel statt Schnitzel? 

Eine Urlaubseinlage 

 

„Weißt du, was eine ordinäre Schlampe ist?“ flüstert ein  großes Mädchen einem  großen Jungen am Strand eines Meeresarms zu. Die beiden sind offensichtlich Geschwister. „Mama sagt, Schlampen sind  nicht wie Putzfrauen, sondern so ähnlich wie nobel-dämlich frisierte Yuppie - Paare am Strand mit Feuilleton-Trendsetterfrisur, die als Claqueure  über anderer  kultureller  Arbeit lästern oder mit Taubendreck am Hotelparkplatz  auf fremder Leute Autos Eindruck schinden wollen“, antwortet ihr Bruder. „Ordinäre Schlampen sind also männlich und weiblich?“, fragt das Mädchen nach. „Aber sicher“, antwortet der Junge, „Leute, die zum Beispiel  Kulturschaffende und Journalisten einschüchtern wollen, können als totalitäre Gartenzwerge im Handlangersystem mit Vergnügen als Angestellte Halunkenwerk betreiben. Mama sagt, in Italien sei das richtig Mode, zum Beispiel im Dorf, in dem Mussolinis Grabstätte liege, würden  jetzt passend zu den kommenden  Wahlprognosen haufenweise Hakenkreuze und Tassen mit Hitlers Abbild verkauft und die Öde durch Don Giovannis aufgepeppt.  Wie echte  Italienische Medaillons, nicht wahr?“ 

 
„Ich verstehe nicht, was du meinst“, flüstert das Mädchen, wird aber mutig lauter. „Ich habe aber Mama sagen hören, dass es Leute gibt, die die vielen heutigen  Autoren aus der Bevölkerung  schlecht machen müssen, weil  der Schriftstellerberuf immer weniger wichtig ist als Götterhimmelsberufung und  dass wir keine Literaturpäpste mehr bräuchten in Zeiten, in denen auch in den letzten 50 Jahren Päpste Missbrauch, Frauenfeindlichkeit und antidemokratische Zensur in der Kultur lanciert haben. Und Papa meinte, dass seine Abiturienten und Studenten die vielen früheren Kultureliteberühmtheiten nicht mehr kennen würden, dafür aber Kulturschaffende aller Art, die nicht mehr für 5,50 Euro pro Stunde arbeiten wollten oder in den Schriftstellerverband oder den  renommiertesten Künstlerverein eintreten müssten.  Einfach, weil sie andere Berufe auch ernst nehmen würden und sich trotzdem als Kunstproduzenten  am Publikum erfreuten. Ob das stimmt?" Nach kurzer Zeit fährt sie fort: „Deswegen fühlen sich, sagt Papa, feine Leute mit hochgewachsener Figur  in Lauerstellung  mit dem Rücken zum Belauerten  selbst in einem Buchladen in Hessen auch von Kinderbüchern sehr bedroht. Weil, sagt er, die  legendäre wie eitle Selbstbeweihräucherung der Kulturelite von Frankfurt bis München und Berlin sich empört  zeigt über Darstellungen, gegen die sich auch Nachkommen adliger Herrschaften als ehemalige NS-Würdenträger gerne verwahren, ebenso wie  Möchtegern-Pussicats, die mit ihrem schnöseligen Elfenbeinpapa, von Beruf jeweils Erbprinz und Erbprinzessin, natürlich mit Suff, sich gern auf Parkplätze anderer stellen, um ihnen  nahezulegen, wie klein sie sind. Oder dass sie in dieser Kulturbranche nichts zu suchen haben“. 


Der Junge überlegt kurz und sagt dann, er habe gehört , dass Mama Papa  gefragt habe: „Glaubst Du wirklich, dass die Darsteller der Kulturelite  heute wieder etwas gemein haben mit postfaschistischen Gruppen? " - „ Aber sicher“, sagt das Mädchen,  „Papa sagte: sicherlich.  Er  meinte, die Frankfurter Staatsanwaltschaft habe der Richterin , die mit Todesdrohungen eingeschüchtert wurde, jedenfalls nicht beispringen wollen, da sie selbst  wegen der Korruption angezeigt worden war, und die Journalistin, die die korrupt-inzestuöse Verflechtung von Staats- und Privatmedien und Beziehungen , mögen diese auch  als öffentliche  deklariert sein, nicht den Liebenden selbst zuzuordnen wusste, zog lieber in ein anderes Berufsfeld  um. Das hört sich besser an als 'sie flog raus'.“   -  „ Was ist deklariert?“  fragt der Junge nach. „Angeben als etwas, nahe bei Angeberei manchmal“, sagt das Mädchen. „So hat es mir Papa erklärt“. 


Der Strand lag vor ihnen, und das Wasser war seetief und blank. „Manchmal sind es auch nur Altweiberfantasien, die die Don-Giovanni-Allüren  mit Literatur oder Liebe verwechseln,  sich ihrer Rachegefühle nicht klar sind, weil sie sich die falsche Rivalin ausgesucht haben, meint Mama“, kichert der Junge. „Zum Beispiel wurde, sagt Mama, der Roman einer  Autorin im Internet bei Amazon auf Italienisch übersetzt, und daraufhin sprang eine Frau vor lauter Berührung Und Wut  kreischend in einen See. Dabei war die Harmlosigkeit einer mörderischen NS-Geschichte nicht  das einzige Thema, das sie vergaß  dabei. Sie vergaß auch sich selbst und  verstand manches Gedicht als Gedicht nicht . Manche Kunst der Verführung ist eben nichts  als Erpressung. Und sie verwechselte die Cousine von der Mutter  mit ihrer eigenen Tante, stell  Dir vor“,  sagt der Junge. „Was passierte dann?“, fragt seine Schwester nach.   

„Es gab auch noch Männer, die meinten, mit Küssen in der Luft hängend, sich zum Verwechseln ähnlich zu sehen und schaulustige Zuhörer aller Art. Paranoia trifft Sexus sozusagen. Papa sagt, viele Leute könnten nicht mehr lesen oder zuhören oder teilen oder Kunst anschauen.  Es ginge mehr ums Geld oder um  Macht oder den Ruf. Aber die, die die vielen Kulturschaffenden würdigen können in demokratischer Provinienz, hätten etwas vom Charakter der Volkstümlichkeit verstanden. Das nutzt der Kultur aber nichts, weil keine Leute kommen, sie sparen alle. Papa sagt, es sollten besser Spitzel statt Schnitzel angeboten werden, denn gegen die 3500 Bundesnachrichtendienstler in Wiesbaden seien die vielen Spionagetätigen zu Hunderttausenden, auch im kriegerischen Osten, nicht nur in Europa, angewachsen. Wir sollten ein kleines Wonderland für Spitzeltätige aufmachen, das hülfe Staates  Freund und Feind   und den  Arbeitslosen.  Und das bringt Ihr dann auf die Bühne: wie bei Mördern, sagt Papa zu Mama,  dann kommen die Leute, wenn sie sehen, wie andere eingeschüchtert  und abgeschlachtet werden oder abgehört  und abgefangen in Hotelfoyers zum Zweck des Einbruchs oder des Verschwindens  oder des Drohens. Und die Zeitungen, in denen vorher das Literaturkritische Feuilleton den Mund für Verlage so voll nahm, schweigen dazu, sie setzen auf die übellaunigen Geiferer, die Autoren von Schriftstellern unterscheiden. Weißt du, was Mama ihm entgegnete?" Der Junge erinnert sich: " Wie man  an den vielen namenlosen und vergessenen Kulturkritikern und Mediengeschwängerten früherer Zeiten und sogenannter Eliten erkennen kann, seien diese so gut wie tot, hielten sich aber zu Lebzeiten für alles, während  andere Kulturschaffende aller Art anscheinend doch erfolgreicher als gedacht ihre Kohlehydrate klug einsetzten. Lange nach ihrem Tod kämen sie jedenfalls  mehr und mehr zur Geltung.“ -  „ Dann  ist das eine  Kulturmischung aus einem  neuen Nährboden für die Bühne: dümmlicher Reichtum in ordinärer Schlampigkeit wird arm machtbesessen eingesetzt, um andere einzuschüchtern oder ihnen  staatlich die eigene Mordgeschichte abzulauschen.  Mit Hilfe ausführender Kreaturen. Das ist mein Resümee, sagte Papa“. 


Die  großen Kinder sahen sich an. "Unser  See ist noch nicht ausgetrocknet, dieser Sommer macht Kultur", das sagten Mama und Papa. Die Blogger würden jedenfalls  haufenweise von Versicherungen kontaktiert, nachdem Blogs und Rezensionen, die  arg ungern früher hätten  erscheinen dürfen,  nun im Internet stehen. Dann gab es Artikel  mit enormen Reaktionen,  andauernd riefen fremde Leute an und wollten auf die privateste Weise wissen, welche Immobilien und Mäuse und Läuse  man genau habe... „Und  weißt du  was“, rief der Junge erfinderisch: „Wenn das Messer richtig gezückt ist, dann macht die niedliche blonde Dame vom Strand ihren Bikini auf und spricht zu dem gutaussehenden dunkelhaarigen Mann die rauchigsten Worte: „Ich würde auch so gern dabei  sein".   Wie bei  einer  berühmten stummen Berührung  in französischen  Filmen des Staatsfernsehens diverser  Mogule und anderen Gewässern.  „Aber ich nicht“, rief das Mädchen und sprang lieber davon. 



Blog 7  Stummes Spiel


Juli 2022 - im Anschluss Sommerpause

Stummes Spiel: Schatten, die den
Mond wechseln. Schimmernde Leiber,
Meineide beschrörend. In kargen
Gewässern, umgeben von Stein. So

Leben wir: geduldige Kümmerlinge
am Ende eienr Straße. Und Du
erzählst vom Gestern, bringst
die alten Veteranen in Verruf,

umsonst: das Grundmuster  bleibt
Losung, Geschichte. Unbekümmert
der blühendsten Bäume hängen
trügerische Früchte sich treu.

(In:  Stefanie Gödeke: Stumme Berührung im Wasser, Norderstedt 2020, S. 47)


Blog 6  Juni 2022

Die Lippen der Erde

Bei allem, was wir tun, mit vollen und geöffneten Lippen, Lippen, die sich bewegen und berühren, denke ich an die Fülle wie die Leere, die Zerrissenheit des Schlundes dieser Erde. Öde und abgrundtief, lippenlos die Toten hier in Europa,  Und dann an all die Lippenbekenntnisse, und das Europa laut griechischer Sage durch eine Gewalttat zustande kam. "Je lebendiger und voller die Erinnerung, desto schwerer ist die Trennung. Aber die Dankbarkeit verwandelt die Erinnerung in eine stille Freude. Man trägt das vergangene Schöne wie ein kostbares Geschenk in sich", schrieb Dietrich Bonhoeffer im Angesicht des Todes. Ich wünschte, wir könnten es all den toten Kämpfenden um eine freiheitliche Idee Europas nachrufen, sie darin einbetten, mit unseren Lippen. Und unsere Lippen haben sich geöffnet und geschlossen, zusammengepresst und gelogen,  sich wund geschrien und eine Zunge hervorgestoßen mit wahrhaftiger Beschwörung. Das alles hat nicht auszurichten vermocht, dass der Frieden  wieder gekommen ist, aber unvergessen bleiben die Toten gegen den Wahnsinn. Wir vergessen nicht, das Zerstörte aufzuheben, mit unseren Lippen zu erinnern. Und die Macht ist nichts dagegen, außerhalb ihrer sinnlosen Monströsität. Sie ist fern von uns und die Toten sind nah. Wir tragen sie auf unseren Lippen, in unseren Gedanken und wir sind ihnen verbunden.



Blog 5  Mai 2022

Kochen mit Gräueltaten zur Zeit der Naziinflation

Die Nazis sind jetzt überall! Da der "Fliegenschiss" in der zumal deutschen Geschichte kaum noch erwähnt werden muss, da ja trotz  Wannseekonferenz nur über 6 Millionen jüdischer Menschen und eine halbe Million Sinti und Roma und unzählbare Verfolgte des NS-Regimes ermordet werden konnten, sich diese  aller Art bekanntlich vermehren wie die Karnickel, weshalb die Prozentzahlen auf der Welt die Einzahl kaum mehr  überstiegen hat, musste der gegenwärtige Imperialismus eine neues Nazispezie entdecken und  eine Nazilegende zu essbarem Brei verarbeiten. Genussvoll magisch wie eine Himmelseiter, mit der man dann, oben angekommen, die ikonografische Erfahrung bei Maria im Arm machen darf. 
Sie sollten dazu unbedingt unter dem Sofa und auch auf dem Küchentisch nachsehen, denn auch  hier  finden sich Küchenschaben darunter, sowie Läuse. Sonst funktioniert das  nicht. Sie müssen dann mit einer Gabel die Läuse aufspießen und abschmecken, ob auch genug Nazieignung besteht zum Verkochen für die Marmelade später. Dazu lässt sich der Brei zu Muß pressen oder umgekehrt.  Gut zu verdauen auch als Hirnzusatzextrakt. Ja, nebenbei bemerkt, habe ich neulich passend dazu unendlich viele kleine Nazis auf meinem Kopf entdeckt, sehr praktisch. Die hat mir das russische Tourismusbüro als Brückenschlag zum nicht nennenswerten Fliegenschiss, aber an Nawalnys Gittertür,  an dem Bolschoitheater und schräg oberhalb der Ukraine  vorbei, geschickt. 
Der Giftanschlag auf die Nazis misslang bei mir wegen der Vielzahl von wimmelnder Substanz auf dem Kopf, ich ließ es sein, und daher übertrifft der Schein hier das Sein.  Seither gehe ich deshalb nur mit Handtuch um den Kopf auf die Straße und treffe tatsächlich dort  immer öfter Neo-Nazis. Sie erzählen mir, Selenskyj und die Nato hätten den Krieg begonnen wie alle Kriege vorher auch. Und ich schüttele meinen Kopf aus und präsentiere meine Naziminiaturen. Dann machen wir ein Foto aus süßen Nichtigkeiten und wischen den Fliegenschiss auf, bis wir uns ertappt umsehen und entdecken: Die Nazis sind wirklich überall. Sie haben uns fast unbemerkt unsere Marmeladenzutaten geklaut. Samt Beschiss. Wie klein die Welt doch ist. Nur nicht auf dem Foto. Das ist unterbelichtet.



Blog 4

Kyrillisch? Summarisch? Meschugge? Systematisch-psychotischer Staatsterror?

Frauen im Krieg: Das Verdrängen unliebsamer Wahrheiten ist kein Realismus

April 2022. Ein Kommentar

Es fällt schwer noch etwas hinzuzufügen, Handeln und Sprache, beide sprechen zu lassen, allein, der Mut der Ukrainer für  sich selbst und die europäische Idee zu kämpfen, ist ausschlaggebend. Die Liste der Hellsichtigkeit einer Kassandra ( C. Wolf) mit Moskauer Tagebuch ist nun angefüllt mit einem widerlichen neokolonialen Angriffskrieg samt Kreuzzugsideologie orthodoxen Wahns inklusive aller Funktionalisierungen, die das christlich-europäische Zeitalter in vielen Kriegen inquisitorisch eingeübt hat. Der Zar Putin fegt mit stalinistischer Gier und systematischem Völkermord nach innen und außen bei hirntoter russischer Kulturhoheit, die ihre Klassiker in die Kloake zieht, auch mit Bemächtigung über Syriens Lufthoheit und mithilfe des Rechts des Stärkeren in ökonomischer Machtfrage samt  chinesischer Abkommen,  mit  asiatischer Korruption  und Armut im indischen Großasien auf ein Embargo zu, das, tritt es nicht ein, den zivilgesellschaftlichen Austausch Europas mit ihm einer Mörderbande gleichen lässt.

Die souveräne Antwort einer Selbstverteidigungsstrategie schließt den Eintritt der Frauen in den Krieg künftig mit ein.  Das Fach Ethik lehrt uns dies: Die Emanzipation der Frauen um ein Wahlrecht hat eine neue Stufe erreicht, nicht nur im vergessenen Afghanistan oder  in Katar auf Leben und Tod, auf komatösen Hirntot oder Gedankenfreiheit; die Zerstörung des Prügelstabes von 1848 kann die einzige Antwort sein: Frauen in die Truppe, Pazifismus ist eine Folge von Kampfwillen um das eigene Selbstverteidigungsrecht, nicht umgekehrt.

Deshalb ist es auch falsch, Aggressoren zu ermuntern nach ekelerregend foglerichtig instrumentellen  Lügenpolitiken  - wie von 1994 die Atomwaffenabgabe gegen die Unverletzlichkeit zu garanatieren, nach Aleppo, nach der Annexion der Krim  (wir müssen es nicht alles wieder aufzählen) - davon zu sprechen, Verbrechern, die über Atomwaffen verfügten, könne man zwar nicht ignorieren, aber diese könnten auch nicht militärisch besiegt werden. Das ist nicht nur unlogisch als Fazit einer asymmetrischen Kriegspolitik, die auch andere Staaten treffen könnte und den größten Teil der eigenen Bevölkerung wie Vieh wiederkäuen lässt oder in  oligarchengesteuerter Armut hält, wenn Erpressungen sich als erfolgreich erweisen, sondern es ist auch ein gefährlicher Irrtum des diplomatischen, voraus eilenden Gehorsams, auf den die faschistische Staatspolitik immer gesetzt hat- auch und gerade die Hitlers und Stalins. Schostakowitsch kann das bezeugen (siehe sein Bildnis  in der Galerie auf dieser Homepage unter Events). Ich glaube keine von uns Frauen , Müttern oder Schwestern  fand es besonders prickelnd zuzusehen, wie am D-Day die Alliierten auf Kosten der jungen Soldatenleichen den Normandiewall durchbrachen. Dennoch,  heute könnten das beiderlei und diverse Geschlechter aufbauen. 
Eine europäische Idee braucht eine europäische Armee samt Zubehör.

Atomwaffen, chemische Waffen, Selbstzerstörungspotenziale hochtechnologischer Art, Spionagekämpfe und hochrangige und hochgiftige Geldwäscherei, Machteliten in monströsen Staatsapparaten, Plutokratien und Autokratien, während der Mensch ein Tier ist, sind unausweichlich dualistisch, aber eine Friedenspolitik daraus abzuleiten, ist Wahnsinn. Oder, wie es die Psychiater sagen, es gibt keine Psychose, die nicht auch im Alltag, im Rang der hohen politischen Kriegs- und Diplomatieführung, vorkommt.  Es komtm auf die Dosierung und die Mischung an. I. Kant nannte das das intelligible Wesen des Menschen und G. Meir die Beschaffenheit von Voraussetzungen für einen Dialog. Momentan ist das nur ein Lallen, ein dumpfes, zerstörerisches, tierisches Niedermetzeln. Peinlich für die Historie und die Geschichtsbücher und für Russlands Ruf auf lange Zeit. Welche Fälschung, Herr Putin, welche europäische  Feigheit hat uns geleitet. Und das Geld eines  jeden Parlamentariers, ja, es kann stinken, auch an der Zweigstelle einer Ampel. Die Logik der Konfrontation ist zivil, und sie ist so notwendig, wie ein 78-jähriger Chef aus  den USA ein Kind in Polen auf dem Arm trägt, was ich dann als Großmutter auch noch jeder Frau wünsche. Nur nicht dem Nazi Herrn Putin. Sowas stört jede Klimabereinigung auch nur im Ansatz.



Blog 3
März 202 

"Elemente totalitärer Herrschaft"  und ihre Ausführung


Wunschliste: Tribunal und Kampf gegen totalitäre Herrschaft Putins,  Abschaffung des KGB in bestehender Form,  die Selbstverteidigung der Ukrainer, die Flüchtlinge sind unser Anliegen: Europa wächst durch aktive und  demokratische Kriegsteilnahme. Die russische  Seele ist nicht tot. Sie kennt die NS-Diktatur und lernt daraus. 
Was passiert,  ist zu schlimm, um große Worte zu machen.  Die Kölner haben ihren Frieden statt besinnungslosen Fasching bekundet, am 14. Adar, also 17. März, kann man der mutigen Esther gedenken und dabei an die ukrainische Tapferkeit gleich mit, und das Zuckerfest Anfang Mai sollte mit einer großen Hilfsaktion beginnen. Die parteienübergreifende Geschwätzigkeit sollte eingestellt werden. Handeln wir.

Wem die über 1000 Seiten "Ursprünge und Elemente des Terrors" zu lang sind, dem seien kurz Hannah Arendts Begriffe zur Beschreibung eines totalitären  staatlichen Apparates nahe gelegt: Terror, Manipulation, Propaganda, Gleichschaltung,  parteipolitische Ausschaltung individueller Lebensrechte, Zensur, Mord als Mittel der Staatspolitik und Krieg als Mittel der Außenpolitik ohne jede Herrschaftskontrolle, Ordnungsprinzipien wirtschaftspolitisch rein instrumenteller Art.

Nicht, dass Demokratie hierzulande auf Kontinenten nicht auch oft Notzustand, Plutokratie oder Heuchelei ist. Aber jetzt ist das nackte Leben bloß gelegt, nicht bloß eine Armee. Unsere Hilfsbereitschaft ist gefragt und nötig. Der europäische Gedanke muss sich praktisch bewähren.



Blog 2 

Stern der Erlösung im Land der Nichtse: Glauben und Malerei gegen Wortkrieg

Februar 2022

Den perfekten Glauben und den perfekten Menschen gibt es nicht. Wohl aber, bei aller Taktik, die Bemühung und Redlichkeit, Sinnstiftung mit Wahrheitsanspruch und Anstrengung zu verbinden. Dabei kann man bis auf die mittelalterliche Religionsphilosophie von Maimonides zurückgehen, der im spanischen Cordoba seine kleine Gemeinde mit Tiefgang und Todesmut aufrecht erhielt. Auch Spinozas Metaphysik von der allumfassenden Attribution Gottes - durchaus unfertig - war Grundlage der Metaphysik der Sitten von Kant wiederum, in der er eine theoretische Verfertigung für praktisch anwendbares soziales Verhalten, ausgestaltet in einem rechtlichen Rahmen, sah. Die Metaphysik von Franz Rosenzweig, Gefährte Martin Bubers, baut auf diesen Vorgängern, deren frühester auch Aristoteles mit seiner Metaphysik  war, unter hegelscher Einbeziehung auf.

Duchaus sind hier nicht nur männliche Prinzipien vertreten, sondern alle möglichen menschlichen. Und die Nichtse als dunkles unerkanntes "An Sich" oder das zwiegespaltene, intelligible Wesen des Menschen als Natur-Vernunft- Getier, als Typus zwischen Gut und Böse, sowie das Nichts unseres Wissens, welches mit Rosenzweig zu sprechen, immer wieder uns in Höhen der Verzweiflung wie des Tuns bringt, zwingt den Menschen zu sich selbst. Sartre, Camus und Beauvoir haben das als  existenzialistisches Dilemma in der menschlichen Grundsituation der Moderne gekennzeichnet. Samuel Beckett hat den sinnlosen Automatismus und die Leere technischer Versprechungen trotz aller merkantiler Hochleistungsfrequenzen bloßgestellt.

Erzählende Philosophie gehört nicht nur in die aphoristische Denkweise eines Ludwig Wittgensteins oder  in die literarische Reflexionsweise Kierkegaards, sie findet sich auch in der Malerei wieder. Für den Philosophen Franz Rosenzweig gibt es Wahrheit und Frieden nur als "das gemeinsame im Chor angesichts des Sterns der Erlösung gesprochene Ja", das Martin Buber mit Dialogfähigkeit übersetzte. Eine Einheit von Welt, Mensch und Gott (für Atheisten:  vor allem Politik und Wissenschaft) liegt dieser Philosophie (Frankfurts) zugrunde, nur der "beseelte Mensch" hat die Chance sich selbst zu erlösen. Darin schafft er oder sie oder es - mit Rosenzweig gesprochen, sich selbst - insofern ist alles Tun ohne intersubjektiven Zusammenhang nichts - weder die Kunst- und Kulturfähigkeit des Menschen noch der Staat als Gebilde sind das "Tor der Erlösung",  da können noch so viele Sammler nutzlose, asoziale Lager auffüllen. Das "All der Natur" (ein Rückgriff auf Spinoza) ist es, was uns wie ein "aufgehendes Gestirn in der Erlösung" zu wahren Wesen machen kann. Und darin sind sich Ludwig Wittgenstein und Franz Rosenzweig bei sonstigen Unterschieden religionsphilosophisch einig: "Wir sprechen in Bildern" und meinen "Lebensformen" (Wittgenstein: Vorlesungen über religiösen Glauben/Rosenzweig: Letzter Teil Stern der Erlösung). Der Stern spiegelt sich im  Antlitz, mit den Sinnen , Augen, Mund, Ohren wahrgenommen, als Spiegel unserer selbst.

Wenn wir Heutigen in den Spiegel sehen, zumal in Deutschland ( auch im kritischen  Sinne P. Celans: "Wir haben getrunken, Herr, unser Blut..." und an den Stern und die anderen Abzeichen der unvergleichlich gedemütigten Bevölkerungsgruppen in Deutschland zwischen 1933 und 1945 denken) - was ist aus dem "Stern der Erlösung" als Antlitz , "das auf mich sieht und aus dem ich blicke" (Rosenzweig), geworden? Schwer, wie es ist, recht zu tun und von Herzen gut zu sein, ein bloßer holpriger Weg, nicht das Ziel.

Auf diesem Weg ist real festzustellen, dass nach dem systematischen Völkermord an den europäischen Juden und dem deutschen Versuch das Judentum auszurotten, der Entstehung des Staates Israel als neuer Heimat für Überlebende aus aller Welt, das Judentum sich nicht nur "mit eigenen Weltproblemen" konfrontiert sieht. Sondern, dass weder das Christentum noch der Islam in ihrem Vorherrschaftsglauben und aus ihrem  Jahrhunderte andauernden Versagen umfasssend gelernt haben. Das Selbstbestimmungsrecht eines Staates steht offenbarungsfeindlichen Welten  in Form  von uneinfühlsamen, voreingenommenen und nichtdialogischen "Partnern" gegenüber.

Man mag noch so viele Menschenrechtsverletzungen, Schwächen, Defekte und Strukturmängel der sehr jungen Staatssysteme demokratischer Machart und der Israels beklagen, man mag Demokratieformen einer ganzen Weltlandschaft von rechtsstaatlich-parlamentarisch geführten Staaten samt ihrer Geheimdienstmächte und Militärs und undemokratischen Operationen auf der Welt, auch wegen ihrer Korruptions- und Bestechungsskandale, ihrer Mehrwertproduktionsdeterminanten, ihrer karrieristischen Kriecherei in antagonistischen Hierrachieordnungen und die kapitalistische Blindheit der Produktion gegenüber menschlichen Einzelschicksalen sowie die in mageren Sozialisationsspiralen gefangenen verwahrlosten Menschemmassen beklagen - wir haben keine praktische Antwort als "den Weg" von E nach U, sprich Dasein zwischen Empirie und Utopie. Diese Utopie sollte in Erinnerung des Gegenübers, trotz des  Wahnsinns der menschlichen Verfassung und der Trauer über diesen Wahnsinn in Form von Bemächtigungen, in einer Akzeptanz der Tatsache münden, dass ein von vielen Ländern mit zerrissenen gesellschaftlichen Gebilden und feindlichen Einstellungen umgebendes und geformtes jüdisches Land mit nicht unerheblichem Anteil auch arabischer Provinienz, sich  erst ins weltliche Staatsleben gekämpft hat.

Die Zweistaatenlösung, innerhalb eines kleinen Territoriums in der Größe eines Bundeslandes wie Hessen bei so vielen Millionen von Menschen und zweier oft  entfremdeter und verfeindeter Völker mit riesigem arabischen Umland und Kriegstreiberei sowie anhaltendem Terror gegen Israel, ist so undurchführbar. Und diejenigen, die von einer solchen Zweistaatenlösung sprechen (sofern sie vor Ort waren), sollten einen eigenen Heimplatz für Palästina finden, der nicht nur in Israel liegen kann. Wenn , wie bei Amnesty International und anderen Organisationen, von Rassismus, Besatzung und Apartheid die Rede ist, sollte das Tor der Hölle, nicht der Erlösung, als unvergleichlicher Standort der
" Zivilisationserfahrung" des Judentums nach Auschwitz im 20. Jahrhundert unverhandelbar sein. Das ist nicht die einzige, aber grundsätzliche Voraussetzung für weitere Diplomatie.



Blog 1  

Januar 2022
Börsengang mit  Georg Büchner: Das ewige Missverständnis ausräumen.  Aus einem Brief.


Was macht es heute noch für einen Unterschied, ob die eigenen Urgroßeltern auf der Flucht nach Skandinavien und an Ruhr erkrankt,  gegen Ende dessen, was verharmlosend mal das Dritte Reich hieß, verhungert sind oder bei anderen nicht?, schrieb mir eine Autorin  und Journalistin in einem Brief. Mein letzter Blog habe ihr keine Ruhe gelassen. Sie sei schon so oft in den letzten Jahrzehnten bespitzelt worden und von verlogenen Verlagen, Staatsbediensteten und Amtsträgern auf infame Weise beeinflusst und beschattet worden. Sie habe, inzwischen daran gewöhnt, an Georg Büchners Fragestellung vor fast 200 Jahren denken müssen: Was mordet, lügt und stiehlt in uns?

Was ich dazu dächte?  Sei die Ursache eher die ewige Ungleichheit der Menschen oder das Märchen von der Gerechtigkeit? Die FAZ-Werbung versuche es jetzt großformatig mit Rissa, die Künstlerin könne ja nichts für den Quatsch, der in einer Zeitung stünde, etwa über ihre harten Aussagen zur Romantik ist over, weil eine rote Laus  in einer Kornblume säße, immerhin wüsste sie jetzt mehr über Charlene von Monaco aus der FR. Ja, sie sei tief gesunken inzwischen als Leserin, es sei ebenso  schlimm wie symptomatisch, dass die FAZ.net/selection sich lausig der Lebenskraft  entziehe, sie würde dringend medizinischen Beistand empfehlen, schreibt die Autorin mir. Oder die Lektüre von Liessmanns Bildung als Provokation. Besonders bei den Summen, die man heute andernorts für Warhol-Remakes ausgeben soll.

Aber Kevin Kühnert, der jetzt einen Posten hat, bei dem sie auch überlegen würde, was alles akzeptabel sei für Geld, habe sicherlich noch nichts von dem Milliarden-Rüstungsauftrag der Groko gehört, der  etwa zugunsten Ägyptens abgeschlossene wurde, das Händeschütteln mit Saudi-Arabien nehme auch stetig an Herzlichkeit zu,  nicht nur bei Fußballvereinen, zumal Reporter ohne Grenzen ja auch schon in der FAZ ihrer getöteten und ermordeten Journalisten-Kollegen gedacht haben. Beerdigungen wolle sie auch immer am liebsten gleich vergessen, schreibt die Autorin nächtens auf Durchfahrt, diesmal aus Weil am Rhein nähe Basel. In den letzten Jahren oft aus Rhein-Main. Sie habe auch genug zu tun gehabt mit Einbrüchen. Immer sei jemand da gewesen, um sich um sie zu kümmern und zu zeigen, was man alles über sie wisse. Schon früher in Archiven wäre das so gewesen. Das sei auch zunehmend sehr beruhigend. Allerdings könne sie nicht so gut wie Beerdigungen die feinen Herrschaften in der bekannten Buchhandlung  vor Ort vergessen, die unbedingt im Spitzelauftrag ihrer selbst sie belauschen mussten, was andernorts bei Licht ebenso gut  hätte gezeigt werden können, z.B. mit den unter bayrischen Verhältnissen übrigens einfachen Bezwingungsmethoden in einem Schwimmbad, schließlich habe sich  ja Bayerns König Ludwig II gar im Kampfe mit seinem Hausarzt unter Wasser geboxt – sein Märchenschloss war geradezu angelegt auf solche Geschichten gewesen, zumal Wagner auch Hitler später hochwillkommen war. Deswegen habe sie jetzt die Büchnerfrage und den Börsengang nicht mit dem  inzwischen fast unbekannten Heine&Börne-Streit, sondern mit dem spektakulären Weichen- oder Wachsen- Diskurs im Kapitalismus verbunden. Das habe sie dem Politikerjargon, der ständige Veränderungen herbeirufen könne, abgewonnen.

Früher dagegen habe sie den eigenen Großvater in seiner Trauer, Verschlossenheit und Ohnmacht ohne Parteigängertum in einer Diktatur, beobachtet, an der Seite eine Schwester, die Verwandte  frühzeitig nach Israel gehen sah, und einen Bruder, der,  nach heutigen Maßstäben noch  nicht volljährig, im ersten Weltkrieg gefallen war, auch wenn das Schweigen das Stilmittel in der Familie gewesen sei. Aber, schreibt sie, im  heutigen Deutschland der Diskurse stünde auch nicht im Newsletter des Fritz-Bauer-Institut etwas über die gemeinsamen Besitzstände der jüdischen Museen und einiger durchlauchter Familien trotz des Abhörens von Telefonanalagen, dem Schweinestall von  höchst pluralistischen Angeboten per Spam, die leider zu rachsüchtig, unappetitlich und feige seien, um auf ein Dankeschön einzugehen. Sie habe diese kommunikative Intersubjektivität erst spät verstanden. Ein Missverständnis.

Geheimdienste hätte sie immer bewundert, bevor sie erkannt habe,  um wieviel  mehr Dienstleister niedrigster Kriechart es  gäbe als geheime Wahrheiten genehm seien, weswegen  ein ihr unbekannter Herr D. B. unter Zeugen seine geheimdienstlichen Spam-Nachrichten -Geschäfte machen wolle betreff seiner Mitgliedschaft beim roten Kreuz, nachdem sie einer jüdischen Veranstaltung beigewohnt habe,   auch noch auf den Januar 1945 bezogen, da war das Verhungern aber schon zu Ende, ihr Körper, so schreibt die Autorin,  sei gegenwärtig auch nicht zum Verkaufen gewillt, nur um dies Missverständnis aufzuklären, obwohl in einigen ihrer Romane echte Mörder und echte Namen aufgetreten sein mochten. Und dann schrieb mir die Autorin,  habe ich mitten im Romanschreiben und zwischen Steuererklärung und Kinderversorgung nette Damen mit Portemonnaie vor der Haustür erlebt und mit Armbanduhren, die mir zeigen wollten, wie viele meiner Kollegen laut Schüler- und Studentenschaft viele Jahre massiv zu spät kamen, ohne dass das jemanden irritierte, denn Lobbyismus sieht immer da weg, wo es passt. Familiengeschichten, Recherchen, Bandschreibenprobleme, Pamphlete oder Depressionen passten  sowieso nicht gut zum geheimen Dienst, ein Schubs vom Balkon oder auf die S-Bahngleise oder ein feiner Autounfall als Warnung seien viel überzeugender für psychiatrische Diagnosen. Besonders in Geld- und Machtfragen. Oh wie bedauerlich, diese Beerdigungen nehmen zu! Und wenn die SPD eines Schulamtskreises einen ihrer Bekannten bis vor das Bundesverfassungsgericht gebracht hätte, um seine Rechte gegen sie einzuklagen, so war dies kein Missverständnis eines Rechtsstaats mit sich selbst, sondern ein modernes Märchen. Sie werde ein Buch darüber schreiben, schreibt die Autorin, meine Blogs seien nicht ganz umsonst, aber zu irritierend. Zu surreal.

Das Influenzerwissen des Geheimdienstes in Frankfurt dagegen, so von Städel zum Liebighaus und in die Alte Oper hinein beim Beisammensitzen, sei intim und ganz gemütlich plaudernd, gehe aber keinen V-Mann etwas an. Die Presse sei auch da gewesen, ein türkischer Vertreter mit Kebab in der Hand. Sie habe es dem V-Mann mitgeteilt, schrieb meine Autorin. Wenn dann ein Genfer Kollege der FAZ  kürzlich über die 10 Milliardäre in Frankreich schreibe, die das Presse-Politik-Kartellgeschäft unter sich aufteilten, weswegen man auch kaum noch eine Sendung von der anderen unterscheiden könne, weil Film-, Fernsehen und Radiomühlen auf allen Kanälen Unterhaltung mit Schwachsinn verwechseln würden,  und  bei Sarkosy das Gefängnis mit Fußfesseln, obwohl Gaddafi ja auch längst beerdigt sei,  dann habe man in Hessen, zumal in Hanau vor Ort via Digitalfitnessleistung  oder als Exekutivabordnung  oft jemanden sitzen, der  am PC oder Telefon Kontakte blockiere, wenn sich das Hochloben als zu gefährlich erweise. Man schicke Leute um Leute vorbei, ich halte  immer den Tee und den Wein bereit , schreibt  mir die Autorin – Demokratie habe es  ja– wie Brecht es ausdrückte  - unter Menschen noch nie gegeben, dazu waren  bisher Fleischtöpfe und Produktionsmittel zu nah.
Dass Demokratie, wenn man Arendt nach Spinoza nicht gleich in einem verbannen will, als soziale Marktwirtschaft mehr sein könne als ein Ausgleich für antagonistische Hierarchie, dass das Weichen der Mittelmeerleichen dem Mehren der Produktivkräfte nicht zwansgläufig folge, liege auch daran, dass Staatsdoktrin und hochfeile Moralpredigten ohne Spitzelanwendungen nicht funktionierten. Oder ob ich etwa noch Werte und Normen lehrte? Es habe vor nicht allzu langer Zeit die Leiterin des Kindergartens in ihrem Staddtteil sie erst zwei Stunden ausgefragt, ob denn ihr Kinderbuch biografisch der Wahrheit entspräche und dann im Ernst geglaubt, etwas von ihrer  authentischen Wahrheit zu erfahren, damit sie sie, was ohnehin geschehen musste, wieder ausladen konnte, mit der Begründung, das Kinderbuch sei  ohnehin zu kompliziert. Aber diese habe von ihrer eigenen  Familiengeschichte weder etwas preisgeben noch befragt werden wollen, schreibe ohnehin für Nachfahren  immer alles in Druckschrift auf, nicht am PC. So seien die Verhältnisse, mit Büchner gesprochen.  Könne man da nicht, parteipolitisch  gesprochen, nur als Karrierejüngelchen nach Berlin gehen oder  -wie ein ehemaliger Bundeskanzler - ein halbes Jahr brauchen, um  über einen Mitarbeiter verlauten zu lassen, man wisse auch nicht, wie man zu einem russisch –deutschen Austausch kommen könne in diesem Land,  zumal die Zeiten des Pfeifens und Rauschens vor dem Friedhof zunähmen, wie eine Sause mit dem Fahrrad, was für alte Lümmel, oder ob ich das für Projektionen hielte?
Geborgenheit auf Staatswegen und jüdisch-christliche Kulturvereine in pluraler  Gemeinschaft gäbe  es überall en masse, nur wer sie initiieren darf, bestimmten keine Talkshow, sondern das Schmieden von Bündnissen zwischen Stadtpolitik und Geschäftsführung und Alteingesessenen  nach Art des Klüngelns. Die Kompetenzorientiertenkompetenz und das Frühstücksfernsehen im Politbarometer mit hochgehaltenen Plakaten und vorgefertigten Worthülsen habe nun wirklich nicht nur Herr Putin drauf,  schreibt die Autorin an den sehr von ihr verehrten Herr Steinmeyer. Denn, zumal in einer Demokratie, doch unverhältnismäßig viele Politiker des Geldes wegen den Weg nach Berlin oder auch nur nach Wiesbaden machten und mit Wirtschaftsbeziehungen später leider vorlieb nehmen müssten, die kaum an ein volkstüchtiges Gehalt heranreichten, von unten betrachtet, oder? Wenn dann die Polizei eingreifen müsste, um sich zu zeigen, damit man auch weiß, wohin man gehört beim Buchen einer Reise etwa, sollte man sich spätestens nicht  mehr beim Mossad melden, beim Bundesnachrichtendienst oder beim Schulamt, denn Persönlichkeitsprofile zu erstellen gehöre  auch zu Landeshauptstädten.  Ja,  versteigt sich die Autorin im Brief, unter Aasgeiern  finden wir nicht nur Coronaleugner, sondern auch solche, die beim AssessmentCenter  für excellence -science- women die Göring- Eckhardts nicht als Familienministerin favorisierten, das wüsste man doch, das Schwäbische Landgutbürgertum und die Hochtaunusadligen wurden schon vor einem viertel Jahrhundert mit Honneur bedient. Seien das nur ihre Ressentiments?

Ja, die ewige Ungleichheit der Verhältnisse…Träume, schreibt die Autorin und Journalistin mir, purzeln von den Bäumen wie faule Äpfel und die Wurmstichigkeit des Holzes, aus dem der Mensch geschnitten ist, passt weder zur Demokratie noch zum Sozialismus. Wer keinen Ritterschlag erhält und um keinen bettelt, handelt  sich dem  Erleben nach Paragraph 186  - üble Nachrede als öffentlich Gedemütigte im Missverständnis ein. Warum nicht in Deutschland, zum neuen  Jahr ein Wintermärchen, etwa  in Hanau nach den Mordanschlägen in der Dresdner Straße und am Kurt-Schumacher-Platz die Müllentsorgung an Garagen, an Gehwegen  oder Höfen und  dem Kraut- und Rüben- Wiesengelände weder dem Ordnungsamt noch der Stadt noch den privaten Immobilienbesitzern obliege? Sollte ich das nach dutzenden Telefonanrufen als Selbstmissverständnis begreifen? In der Märchenstadt gibt es  Denkmäler der Grimms, schreibt sie zum Schluss,  in Hessen pfeift jeder Postbote seine Begleitung von Staatswegen vom Dach, wenn es sein muss.  Nur nicht, wenn jemand, der nicht als Deutscher gilt, direkt erschossen wird. Wenn aber jemand  mit  Georg Büchner zur Börse will, wie meine Autorin, die schrieb, dass die Immobilienfirma Kurz gleich bei ihr anrief, nachdem mein letzter Artikel Kurz in Hessen erschienen ist, muss  diese und dieser vorher das hessische Ministerium künftig im Sinne Fritz Bauers mit dem Roten Kreuz zusammenarbeiten lassen. Das hilft  garantiert allen: der russischen, polnischen,  französischen, israelischen, amerikanischen und deutschen geheimen  Dienstleistungsgesellschaft weiter. Und ob in Marienbad oder in Gruissan oder in Wiesbaden oder in der Heimat meiner Autorin, schreibe ich ihr zurück, das Geschick der Leitung überlasse dem Portier und Croupier des nächsten Hotels. Da kann man im Casino schon mal üben, wie Büchners Kurs steigen wird.