Der kleine Mausebär /

Die Elalas

( zwischen 1999-2004 über 50 Lesungen in Kindergärten, Bibliotheken und Grundschulen und einige Presseberichte im Rhein-Main-Gebiet, seit 2018/19  Neuproduktion: Kinderbuch "Die Elalas" )

Berührung, Stefanie Gödeke, 1982
Felsen - Wuchtigs  aus  "Die Elalas"
Familie Mausebär Buchrückseite
Knutschi aus "Die Elalas"
Felsengesichter - Die Elalas
Centaura -Figur aus"Die Elalas"

Der kleine Mausebär


Elala- Centaura

(1. Skizze, Bilder aus 2018)

Knutschi-Elala aus der Elala-Familie und Felsengesichter (aus 2020)

(Stammeltern 1. Skizze)



Die Elalas

 (2. Kinderbuch. In Arbeit. Erzählbeginn)

 

1.

 

Überall auf der Erde gibt es in Felswänden Risse und Rillen, Unebenheiten, Löcher in den Steinen, Geröll und hier und dort einen fingernagelgroßen Eingang. Durch ihn schlüpfen die Elalas. Elalas gehören zu einer Familie: Im großen und ganzen sind sie alle irgendwie miteinander verwandt, miteinander verheiratet oder voneinander geschieden, ineinander verliebt oder voneinander verwirrt, und ab und zu sind sie auch ganz und gar voneinander abgestoßen. Manche Elalas haben nicht die geringste Lust zu heiraten, sie bleiben lieber allein. Andere halten es nie lange in einer Gegend aus, oder sie wollen nur ab und an mit einem Elala ein Elala-Pärchen bilden. Es gibt auch welche, die wollen immer gleich mehrere Elalas auf einmal oder hintereinander haben, aber sie sind in der Minderheit, denn Elalas sind keine Draufgänger. Sie kommen nur einmal am Tag für etwa eine Stunde zwischen den Felsen hervor, um Sauerstoff einzuatmen, von dem sie einen Vorrat anlegen. Der muss ihnen bis zum nächsten Tag ausreichen. Dazu dient ihnen ihr Elalaei. Es hängt wie ein Täschchen an der rechten Seite ihres Körpers und filtert die Luft für sie, die unter der Haut von einer Elalavene in den Blutkreislauf geführt wird.

Wird das Elalaei eines Elalas verletzt, gerät es in Gefahr. Es hat Überlebenschancen, wenn es einem anderen Elala gelingt, das Täschchen rechtzeitig zu flicken. Normalerweise verschwinden die Elalas nach etwa zehntausend Atemzügen pro Tag an der frischen Luft sehr schnell wieder unter den Steinen. In Ausnahmefällen können es auch bis zu drei Stunden Tageszeit sein. Dies gelingt aber nur kräftigen und gesunden Elalas. Ein verletztes Elala kann sich an die Erdobverfläche retten, aber da Elalas Dunkelheit gewöhnt sind, zieht sich auch ein verwundetes Elala meist wieder unter die Erde zurück. Es hat Glück, werden andere Elalas ihm zu Hilfe kommen und sein Elalaei zu flicken versuchen. Manche Elalas  sind Sonnenblütler, sie halten auch tagsüber an der Steinoberfläche Turbulenzen aus. Sogar weltliche statt unterirdische Geburten haben schon unter ihnen stattgefunden.

Da die meisten Felsen hügelig und kantig sind, müssen Elalas sehr gewandt und geschmeidig in ihren Bewegungen sein. Sie bohren sich unterirdische Gänge, die zwei bis drei Meter unter der Erdoberfläche liegen, durch die harte Steinsubstanz. Sie besitzen etwas ganz Besonderes, um in Felsengegenden zu Hause zu sein: Schwanzbohrer, die bei Aufregung, wenn Elalas wütend sind oder während sie verliebt sind, so stark ins Zittern geraten, dass sie  Steine erschüttern und aushöhlen können. Elalas, die von einem Ort zum anderen wandern und sich neuen Raum schaffen wollen, was nicht oft passiert, da sie eher sesshaft sind, drücken ihre Schwanzspitze gegen den Boden, holen einmal tief Luft und beginnen zu zittern. So entstehen unterirdische Höhlen, in denen sich Familiengruppen von Elalas einrichten. Im Ruhezustand werden die Schwänze der Elalas schlaff wie  kleine Gummischläuche, sie müssen mehrmals am Tag abgeleckt werden, damit sie nicht rissig werden und zu bluten anfangen. Seinerzeit war übrigens Ari - Elala einer der ersten Elalas seiner Gattung, der immer viel schlief. Dabei lutschte er einmal im dösigen Zustand so hingebungsvoll an seinem Schwanz, bis dieser ganz spitz wurde vor Aufregung. Seitdem ist es der A-Clan, der auf der Welt speziell für die fingernagelgroßen Felslöcher als Ein- und Ausgänge zuständig ist, aber die Kunst, überall auf der Erde zu bohren, kann erst verstehen, wer die Elalas besser kennt, ihre etwas steife, aber starke Muskelkraft in den Armen. Und wer weiß, dass sie alle größer und wieder kleiner werden können.

Es ist nämlich so gewesen - und da sind wir auch schon mitten im ersten Kapitel:  Ola - Elala  ist ursprünglich von Amerika nach Europa eingewandert. Ihre Vorfahren waren ein Jahrhundert davor von Europa nach Amerika gelangt, aber sie sehnte sich wieder auf den alten Kontinent zurück....